Das Für und Wider von Ganzjahresreifen fürs Auto

Ganzjahresreifen sind auch unter dem Begriff Allwetterreifen bekannt. Dieser beschreibt deren Funktion wesentlich besser, da die Art des Reifens i.d.R. auf das Wetter abgestimmt sein sollte.


Was spricht für Ganzjahresreifen?

Glaubt man den Statistiken, so ist die Anzahl derjenigen Autofahrer, die in der Lage sind, einen Reifen zu wechseln, eher gering. Beim Einsatz von Ganzjahresreifen spart man sich den regelmäßig einmal im Jahr notwendigen Wechsel eines Reifensatzes. Darüber hinaus besitzt auch nicht jeder den nötigen Stauraum, um die Reifen sachgemäß einzulagern, bis sie wieder zum Einsatz kommen können. Nicht zuletzt ist es auch eine Preisfrage, da man sich einen zusätzlichen Satz Reifen spart.

Was spricht gegen Ganzjahresreifen?

Ganzjahresreifen stellen in der Regel einen Kompromiss dar, denn während Sommerreifen normalerweise einen geringen Abrieb bei trockener Fahrbahn haben und damit einen niedrigeren Treibstoffverbrauch, und die Profile der Winterreifen die bestmögliche Bodenhaftung auch bei glatter Fahrbahn bieten sollen, bewegen sich Ganzjahresreifen eher im Mittelfeld. Das heisst, dass sie im Winter nicht die gleiche Sicherheit bieten wie Winterreifen, gleichzeitig aber aufgrund des höheren Abriebs im Sommer für mehr Treibstoffverbrauch sorgen als Sommerreifen.

Entscheidungsgrundlage

Grundsätzlich sollte man als Autofahrer seine eigene Sicherheit in den Vordergrund stellen und sich aufgrund der eigenen Region und deren Wetterbedingungen entscheiden, ob die Vorteile von Ganzjahresreifen im angemessenen Verhältnis zu den Kompromissen steht, die man mit ihnen eingeht. Regionen, die gerinen Temperaturschwankungen unterliegen, sind dabei besonders für Ganzjahresreifen geeignet, während beispielsweise in Alpenländern Winterreifen Pflicht sind.

Gesetzeslage

Am 1. Mai 2006 wurde eine Gesetzesänderung verabschiedet, die den Einsatz von Ganzjahresreifen regelt. Demnach gibt es auch heute noch keine allgemeine Winterreifenpflicht. Ganzjahresreifen sind also grundsätzlich erlaubt. Die Grundaussage des Gesetzes dabei ist, dass die Bereifung eines Kraftfahrzeuges den Wetterbedingungen anzupassen ist. Ist das nicht der Fall, zahlt die Versicherung zwar weiterhin den Schaden an fremden Fahrzeugen, nicht aber unbedingt den am eigenen Fahrzeug.

Neue Gesetzeslage zur Winterreifenpflicht ab 04.12.2010