Scheibentönung am Auto

Die moderne Generation bevorzugt schicke Autos mit großen Glas- bzw. Fensterflächen. Dies hat zwar den Vorteil der nahezu freien Sicht während der Fahrt und der Sicherheit im hektischen Straßenverkehr, bietet jedoch auch nicht unbeträchtliche Nachteile. Während der Fahrzeugführer den Überblick behält, „schmoren“ bei grellem Sonnenlicht und Hitze die Insassen. Das ist besonders unerträglich für Kinder und Tiere, die sich – anders als Erwachsene – wegen der geringen physischen Größe nicht dem Dilemma, und sei es nur für ein paar Zentimeter – entziehen können. Auch sollte man bedenken, dass neugierige Blicke von Dieben auf mögliche Sachwerte im Fahrzeug durch die Tönung erheblich erschwert werden. Eine Scheibentönung hat nicht nur kosmetische Aspekte.


Autoscheiben tönen: Wie geht das ?

Die kostspieligste Möglichkeit besteht darin, das Automobil in eine Fachwerkstatt zu bringen und die Tönung vom Experten durchführen zu lassen. Die Auswahl an diesbezüglichen Dienstleistern ist immens, ebenso wie die kostenmäßigen Vorstellungen. Ein Preisvergleich lohnt sich grundsätzlich immer.

Wer nicht gerade zwei linke Hände hat, kann eine Scheibentönung durchaus selbst vornehmen. Der Markt hat sich darauf eingestellt und im Handel werden zum Selbsteinbau verschiedene Arten von Tönungsfolien in zahlreichen Farbvarianten angeboten. Man kann sie „von der Rolle“ erwerben, es gibt auch die etwas teureren und für den jeweiligen Fahrzeugtyp bereits passend zugeschnitten Folien. Die Verarbeitung ist einfach. Die Scheiben sollten fett- und staubfrei sein. Sie werden dann, damit die Folie beim Anbringen geschmeidig bleibt, mit einer Lösung aus Spülmittel und Wasser eingesprüht. Ausgehend von der Scheibenmitte wird die Tönungsfolie mit einem Rakel sorgfältig angedrückt. Nach der Beschichtung benötigt das Trocknen etwa zwei bis vier Wochen, so dass bewegliche Scheiben während dieser Zeit nicht bewegt oder geputzt werden sollten.

Eine weitere Möglichkeit besteht aus dem so genannten „Glascoating“. Hier wird – und dass sollte tatsächlich nur eine Spezialwerkstatt ausführen – eine farbstoffhaltige und speziell für die Autoscheibentönung ausgerichtete Dispersion aufgetragen. Hier sind kundenspezifische Möglichkeiten der Optikerzielung gegeben und das Fahrzeug sieht aus „wie ab Werk“. Der Vorteil ist, dass durch die hohe Viskosität des Lackes eine extreme Haftung auf der Scheibe besteht und diese damit äußerst widerstandsfähig ist.